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BlogPost

Donnerstag, 15. Mai 2014

ARD, ZDF, u.a. *** Manipulierte Talk-Runden


 ARD, ZDF, u.a. *** Manipulierte Talk-Runden











In der WELT erfahren wir heute, was natürlich alle wissen, was aber nichtsdestotrotz ein Skandal ist: Dass eine wie auch immer angenommene Unabhängigkeit der sogenannten öffentlich-rechtlichen Sender nicht existiert. Henryk M. Broder, der am Montag bei “hart aber fair” zu Besuch war, wurde vorher vom WDR-Moderator Frank Plasberg darauf verpflichtet, sich nicht zur Sitzungsgeld-Affäre von SPD-EU-Parlamentspräsident Martin Schulz zu äußern.
Unter dem Titel “Als ich Plasberg die Angst vor der SPD ansah”schreibt Broder:
Etwa eine halbe Stunde vor Beginn bat mich Plasberg in seine Garderobe. Er habe den Artikel über Schulz und die Tagegelder gelesen, und er nehme an, dass ich über diese Geschichte im Laufe der Talkshow etwas sagen wollte. Ich sagte, er liege mit seiner Annahme richtig. Worauf Plasberg zu einer längeren Erklärung ansetzte. Es sei ihm unangenehm, aber er möchte mich bitten, diese Sache nicht anzusprechen.
Es habe bereits im Vorfeld der Sendung Ärger mit der SPD gegeben, die sich darüber beschwert habe, dass kein Vertreter der SPD eingeladen worden sei. Da nun kein SPD-Mann und keine SPD-Frau in der Runde säße, wäre es nicht fair, über Schulz zu reden, ohne dass ihm ein Parteifreund beistehen könnte.
Erst dachte ich, Plasberg macht einen Scherz, aber sein Gesichtsausdruck entsprach seinen Worten. Es war ihm todernst. Im Übrigen, fügte er hinzu, gehe es auch darum zu verhindern, dass sich die NPD in die Sendung einklagt, das habe die Partei schon mal versucht.
Mir war der Zusammenhang zwischen der Tagegeldpraxis von Schulz, der Abwesenheit eines SPD-Vertreters und der Klagelust der NPD nicht klar, was hatte das eine mit dem anderen zu tun, aber plötzlich spürte ich die schwere Last der Verantwortung auf meinen Schultern. Ich konnte eine Staatskrise provozieren, ich konnte sie aber auch verhindern. Einen Moment schauten Plasberg und ich einander schweigend an, dann sagte ich: “Okay, ich tu’s nicht.” Ich kam mir vor, als hätte ich eine fette Kröte verschluckt, Plasberg dagegen schien erleichtert.
Bunkerartiger WDR
Was da in einem bunkerartigen Raum des WDR passiert war, wurde mir erst nach der Sendung richtig bewusst. Aus Angst, Ärger mit einer politischen Partei zu riskieren, die offenbar der Ansicht ist, einen Abo-Platz in einer Talk-Runde zu haben, sollte ein Skandal beschwiegen werden. Dabei spielte die SPD-Zugehörigkeit von Schulz für die Beurteilung seines Verhaltens überhaupt keine Rolle. Außer natürlich für die SPD.
Nun weiß ich immerhin, was ich schon lange vermutet habe. Die Talk-Runden werden nach einem Proporzschlüssel besetzt. Deswegen sieht man auch immer wieder dieselben Gesichter und hört die gleichen Sätze von Leuten, die in ihrer Meinungsbildung so frei sind wie die Moderatoren und Moderatorinnen, die einen Knopf im Ohr haben, über den sie aus der Regie ferngesteuert werden.
So viel zu unseren “freien Medien” vor der EU-Parlamentswahl.
Hier die Aufzeichnung der Sendung:

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